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Hier möchte ich mich Dir gerne näher vorstellen

Ich schreibe seit Kindheit, so gelang es mir einen Grossteil traumatischer Erlebnisse zu verarbeiten. Den erlittenen Schmerz sehe ich heute als Weg zur Selbstfindung. Allerdings die Erinnerung kann man nicht löschen.

Wenn ich in meinen Büchern immer wieder harte Schicksale ans Licht hole, hat dies auch mit meiner Vergangenheit zu tun. Das Thema der verdingten Kinder, glaubte ich, abschliessen zu können, nachdem mein erstes Buch veröffentlicht wurde. Ich war Pflegekind, wie es tausende gab, in einer bigotten Umgebung aufgewachsen und täglich stundenweise an drei Bauern verdingt wurde. An Arbeit mangelte es nie, den Lohn kassierten meine Pflegeeltern. 

Ich wurde im Gegensatz zu den meisten Verdingten und Pflegekindern nicht von den Bauern selber missbraucht und misshandelt. Sogenannte „gute und ehrenwerte Bürger“ der Gemeinde taten dies, wohlwissend, dass der Arm des Gesetzes sie nicht belangen würde. Leider auch Knechte und Mägde der Bauern liessen ihren Frust an mir aus, was oft zu schlimmen Szenen und Verletzungen führte. Um meine Pein nicht noch schlimmer zu gestalten musste ich schweigen.

Meine wahren Peiniger waren im privaten Bereich meiner Pflegefamilie und der sogenannten «Dorfregierung oder deren Prominenz» zu finden. Mir wurde viel später bewusst, dass meine Pflegeeltern meinetwegen auch erpresst und  unter Druck gesetzt wurden, den Frust darüber haben sie an mir abreagiert.

 Meine Akten wurden und werden mir bis zum heutigen Tag verwehrt. Nachfragende Journalisten werden heute aggressiv abgekanzelt und weitere Fragen abgewürgt. Das erlebte ich in den 70ger Jahren, und im Jahre 2005 erneut. Allerdings wollte man mich 2005 persönlich einladen,

nachdem ein ARD Fernsehteam vor Ort  recherchierte.  Diese Einladung fehlt bis heute. Auf Nachfrage desselben Fernsehteams 11 Jahre später, reagierte die Gemeinde mit äusserster Aggression.

Ich war damals ebenfalls  in Bern, als Bundesrätin Sommaruga sich im Namen des Bundes entschuldigte. Jahrelange Arbeit um Anerkennung, und viele Rückschläge zeichneten diesen Weg. Wir waren viele Leute, die sich mehr als ein Jahrzehnt bemüht hatten, das Thema Verding und Pflegekinder ans Licht zu holen.  Kein Mensch kann die Vergangenheit abschütteln, sie ist und bleibt ein Teil des Menschen.

Ich habe mir lange Zeit eingeredet, dass ich das Erlebte verdaut habe. Je älter ich werde, und  je mehr Details durch die Medien ans Licht kommen,  umso mehr wühlt es mich  auf, vor allem Dinge die ich sehr verdrängt hatte.  Ich kann nicht sagen, dass ich wütend bin, nein, ich habe endlich die Kraft  die Dinge und auch die Peiniger  beim Namen zu nennen.

Ich habe viele Jahre über die einstigen Spazzacaminikinder recherchiert, und viele Gemeinsamkeiten zu meinem eigenen Leben entdeckt.

 Ich erkenne heute mit Erschrecken und Abscheu, dass sich im Grunde nichts geändert, sondern nur verlagert hat. Kinder und Jugendliche werden nach wie vor misshandelt, missbraucht, benutzt und wie Sklaven gehalten. Die Täter arbeiten verdeckter als früher und sind deshalb nicht minder gefährlich.

Es führt ein Weg hinaus, aus diesem Elend einer schlimmen Kindheit.

Mein Lebensweg hat mich  zu Reiki und zur Quantenheilung geführt hat. Eine wunderbare Heilmethode.

Jahrzehntelang führten wir einen Bauernhof. Nebenbei  versorgte uns ein grosser Garten mit dem Notwendigsten.

 Den Betrieb haben wir vor vier Jahren aus Altersgründen aufgegeben. Unsere Tiere bereicherten immer  unser Leben. Sie waren uns ein Leben lang Freund und Begleiter.

Heute im Alter sind es noch die Hunde die uns erfreuen und mit uns alt werden.  Wandern mit den Hunden ist immer ein herrliches und besonderes Erlebnis für Mensch und Tier.  

So verbringe  ich viel Zeit mit unseren Tieren draussen in der Natur. Mein Garten ist kleiner geworden, doch das Herz geht auf, und die  Blumen tun das Ihrige um die Seele zu erfreuen. Ich habe im Alter gelernt, die Momente zu geniessen. Es gibt nichts mehr das so wichtig ist, dass  man hinterher rennen müsste. Gesundheit und die Familie und unsere Tiere bereichern den Alltag und machen das Leben lebenswert.

 

Lisa Wenger

 

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